Economic Models for Evaluation of Sample value in Biobanking

Welchen Wert haben Proben in Biomaterialbanken? Welche Perspektiven - ökonomische, gesellschaftliche oder wissenschaftliche - bestimmen diesen Wert? Wie kann ein einheitlich gültiges Bewertunsgmodell für Proben und Probenkollektive aussehen.

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Inhalt

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Biomaterialproben sind von enormer Bedeutung für die biomedizinische Forschung und können als entscheidend für die Weiterentwicklung von Diagnose- und Therapieverfahren angesehen werden.

Die Förderung zentraler Biomaterialbanken durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung leistet einen entscheidenden Beitrag zur Harmonisierung und Vernetzung und auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit im Biobanking. Aufwände und Kosten werden innerhalb von Biomaterialbanken zunehmend spezifischer und genauer erfasst. Jedoch wird der wissenschaftliche Wert von Proben und Probenkollektiven dabei nur unzureichend abgebildet. Bisher gibt es kein standardisiertes, nachhaltiges Modell, das diesen Bestandteil des Wertes einer Probe – über den reinen Kostenfaktor hinaus – bestimmt. Auf Grund der Seltenheit von bestimmten Proben, Schwierigkeiten bei der Gewinnung und den enormen Anforderungen an qualitativ hochwertige Proben ist es jedoch essenziell, sich mit wertbildenden Aspekten von Biomaterialproben auseinander zu setzen. Mit Hilfe von Experten_innen-Interviews sollen innerhalb des Forschungsprojektes EMES-BB Faktoren identifiziert werden, die den wissenschaftlichen Wert von Proben spe- zifischer abbilden können. Darauf aufbauend wird aus den Ergebnissen der explorativen, qualitativen Studie eine quantitative Befragung abgeleitet, um diese national und international zu validieren.

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Ziele

Zentrales Ziel des Projektes EMES-BB ist die Ermittlung des wissenschaftlichen Wertes von Proben in Biomaterialbanken. Der Projektplan strukturiert sich in 4 Etappen mit folgenden Teilzielen.

Bewertungsfaktoren

Ermittlung von Faktoren für eine wissenschaftliche Bewertung von Proben und Probenkollektiven für Biomaterialbanken — Im Zuge der Definition des wissenschaftlichen Wertes einer Probe wird durch Experten_innen-Interviews eruiert, welche Faktoren primär den wissenschaftlichen Wert ausmachen.

Validierung

Quantifizierung der identifizierten Faktoren auf europäischer Ebene — Die identifizierten Faktoren werden durch eine europaweite Umfrage auf ihre Tragfähigkeit überprüft bevor sie in eine Modellbildung einfließen 

Modellentwicklung

Implementierung der wissenschaftlichen Bewertung von Proben und Probenkollektiven in ein nachhaltiges Modell — Es erfolgt eine Definition des wissenschaftlichen Wertes von Proben aufbauend auf den Ergebnissen der Faktoranalyse. Diese Modellierung soll in einem Biomaterialbankensoftware exemplarisch implementiert und eruiert werden.

Differenzierung und Bewertungsalternativen

Ermittlung weiterer Perspektiven der Wertigkeit — Neben der wissenschaftlichen Perspektive kann der Wert einer Probe zum Beispiel aus einem gesellschaftlichen oder ökonomischen Blickwinkel betrachtet werden. Zielstellung ist, verschieden Ansätze zu erkennen, Unterschiede dieser Betrachtungsweisen zu analysieren und mögliche Interaktionen aufzuzeigen.

Ergebnisse

Ziel des Forschungsprojektes ist es, die Wertvorstellungen von Wissenschaftler_innen und Führungskräften in Bezug auf Biomaterialproben zu ermitteln. Die Ergebnisse des Forschungsprojektes sollen in der Debatte um ein international standardisiertes Modell einfließen. Die Ergebnisse der EMES-BB-Studien werden unter Einhaltung der Datenschutzrichtlinen auf der Projekt-Webseite veröffentlicht. Fachpublikum und weitere interessierte Personenkreise werden auf Tagungen und Veranstaltungen zum Thema Biomaterialbanken bzw. bei Bedarf individuell informiert.

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Partner

Das Projektkonsortium setzt sich aus der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin und der Alice Salomon Hochschule Berlin zusammen. Als Kooperationspartner sind die Charité - Universitätsmedizin Berlin, die Ortec medical GmbH sowie die Kairos GmbH beteiligt.

  • HTW Berlin
  • ASH Berlin
  • Charite Berlin
  • Ortec
  • Kairos

Gefördert durch

  • IFAF

Kontakt

Herr Benjamin Voigt
Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin
Wilhelminenhofstr. 75a
12459 Berlin

benjamin.voigt@htw-berlin.de
030 / 5019 48 3797

Frau Theresa Göppert
Alice Salomon Hochschule Berlin
Alice-Salomon-Platz 5
12627 Berlin

theresa.goeppert@ash-berlin.eu
030 / 99245 249